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Astrologie & Transformation

Astrologie, Persönlichkeitsentwicklung

Ein Zimmer im neunten Stock

Blick aus dem neunten Stock eines Berliner Hotels in der Abenddämmerung, mit Fernsehturm und Landsberger Allee

Über einen alten Wunsch, die Lust am Luxus und die Freiheit, immer mehr von sich selbst zu entdecken.

In den Neunzigerjahren bin ich in Berlin Taxi gefahren. Eine wunderbare Zeit, in der ich meine Stadt auf eine Weise kennengelernt habe, wie es wohl nur Taxifahrerenden vergönnt ist.

Damals gab es ein Hotel, bei dem ich mich fragte, wie es wohl wäre, dort zu wohnen. Einfach einchecken, den Alltag draußen lassen und für eine Weile Gast sein.
Die Frage blieb unbeantwortet. Jahrzehntelang. Bis zum vergangenen Wochenende.

In Berlin fand der Kongress „Made for More“ von Byyond statt. Ich wollte dabei sein, und irgendwann kam mir der Gedanke: Was, wenn ich mir ein Hotelzimmer buche? Nicht, weil ich eines brauche. Ich wohne schließlich in Berlin. Sondern weil ich Lust habe, auch räumlich aus meinem Alltag auszusteigen.

Und plötzlich erinnerte ich mich an das Hotel von damals.

Das Andels an der Landsberger Allee.
Ich schaute nach. Es gab einen Spa-Bereich. Eine Sky-Bar. Schöne Zimmer. Na bitte.

Ich buchte.

Und dann brach der Luxus über mich hinein.

Es begann bereits beim Einchecken.

„Welches Zimmer hätten Sie denn gerne?“ Wie bitte?
Normalerweise bekomme ich einen Schlüssel und fertig. Hier wurde ich gefragt, was ich mir wünsche.

Also wünschte ich.

So hoch wie möglich, bitte. Und mit Badewanne. Ich bekam ein Zimmer im neunten Stock.
Ausgerechnet. Denn auch zu Hause wohne ich im neunten Stock. Offenbar habe ich eine gewisse Vorliebe für die oberen Etagen.

Aber während ich dort zuhause bin, wartete hier etwas anderes:

Ich wurde verwöhnt.
Im Spa fragte man mich, welches Peeling ich denn gerne hätte. In der Sky-Bar erkundigte man sich, ob alles zu meiner Zufriedenheit sei.
Überall diese Aufmerksamkeit. Diese Selbstverständlichkeit, mit der meine Wünsche willkommen waren.
Und ich stellte fest: Das gefällt mir ausgesprochen gut.
Mehr noch. Ein luxuriöser, großzügiger, geradezu verschwenderischer Anteil in mir begann sich auszubreiten.

Ich ließ ihn.

Bereits nach wenigen Stunden dachte ich: Was, wenn ich einfach nicht wieder ausziehe?

Alte Stimmen können laut sein

Am nächsten Morgen saß ich beim Frühstück.
Es war wunderbar. Reichhaltig, schön angerichtet, alles da. Nicht übertrieben luxuriös übrigens. Einfach ein wirklich gutes Hotelfrühstück.

Und plötzlich meldeten sich alte Stimmen.
„Kein Wunder, dass die Welt vor die Hunde geht, wenn immer allen alles zur Verfügung stehen soll.“
„Wahnsinn. Muss das sein?“
„Ist nicht etwas bescheidener auch genug?“

Ich kenne diese Stimmen.
Sie haben mich lange begleitet. Diese Vorstellung, dass man vernünftig sein sollte. Dass man nicht übertreiben muss. Dass es doch eigentlich auch weniger tut.

Na selbstverständlich tut es das.

Ich hätte auch zu Hause frühstücken können. In meiner eigenen Küche. In meiner eigenen Stadt. Ich hätte mir das Hotelzimmer sparen können, den Spa-Besuch, die Sky-Bar.

Es wäre nichts Schlimmes passiert. Aber etwas Schönes wäre nicht passiert.
Und das ist ein Unterschied.

Denn während ich dort saß, begann ich zu begreifen, dass es gar nicht darum ging, wie viel Luxus ein Mensch braucht.
Sondern darum, wie viel von mir selbst ich mir eigentlich erlaube.

Made for More

Wie passend, dass ich das alles ausgerechnet gemeinsam mit einem Kongress erlebte, auf dem es genau darum ging, dass wir für mehr gemacht sind.
Made for More eben.

Irgendwann fragte ich mich, wie ich eigentlich einem völlig fremden Menschen erklären würde, was wir hier machen.

Hier ist die seriöse Antwort: Wir beschäftigen uns mit Erkenntnissen aus der Quantenphysik und ihrer Anwendung auf die Persönlichkeitsentwicklung.
Und hier ist die Ilona-Antwort: Wir üben zaubern.

Ich musste lachen.

Offenbar wollte an diesem Wochenende nicht nur meine innere Luxusdame ans Licht. Sondern auch die Zauberin.
Die Zauberin kenne ich schon lange. Sie ist die, die staunt. Die spürt, dass das Leben mehr ist als das, was wir sehen und messen können. Die mit den Sternen spricht und die weiß, dass wir unsere Wirklichkeit mitgestalten. Für die Zauberin ist alles voller Magie und Poesie.

Lange hat sie sich eher leise bewegt. Ein bisschen am Rand. So, als müsste sie sich für ihre Magie entschuldigen.

An diesem Wochenende stand sie mitten im Raum. Und sie hatte keine Lust mehr, sich kleiner zu machen.

Zauberinnen in Zauberstimmung.
Danke für das Foto @Bea-Marie Aning.

Und während ich im Hotel gerade entdeckte, wie gut es sich anfühlt, mir etwas zu erlauben, wartete auf dem Kongress bereits die nächste Überraschung.

Denn die Frage, wie viel ich mir eigentlich zugestehe, stellte sich plötzlich in einem ganz anderen Zusammenhang.
Nicht beim Frühstück. Nicht im Spa, sondern beim Blick auf eine Bühne.

Dort stand Michèle Todesschini, der Frau, der ich so gerne zuhöre wie ich nur sehr wenigen gerne zuhöre.
Sie sprach wunderbar, voller Präsenz, mit einer großen Vision von dem, was sie in die Welt bringen möchte.
Und während ich sie ansah, geschah etwas Bemerkenswertes.
Ich dachte nicht: Ach, wie schön wäre es, wenn ich das auch könnte.
Ich dachte: Das kann ich auch. Und gleich hinterher: Das will ich.

Da war sie. Die Unternehmerin.
Ich kenne sie gut. Ich habe mich nie als Selbstständige verstanden, sondern immer als Unternehmerin. Jeden Tag. Dazu stehe ich.
Aber an diesem Wochenende spürte ich, wie sie wächst. Wie ihre Vision größer wird. Weiter. Mutiger.
Und mit ihr wächst eine Entscheidung. Ich möchte ein Unternehmen führen, das wirtschaftlich sehr erfolgreich ist. Dessen Erfolg sichtbar ist.
Das wächst und sich auch in Zahlen zeigen darf.

Viel Geld verdienen. Viel Geld bewegen.

Und ich merkte, dass ich keine Lust mehr habe, sie vorsorglich kleiner zu machen.

Denn in diesem Sommer habe ich etwas über mich gelernt. Ich habe in einem ganz normalen Büro gearbeitet, in einem ganz normalen Angestelltenverhältnis. Ich habe meine Aufgaben erledigt, mein Geld verdient, mich in einen fremden Arbeitsalltag eingefügt.
Das war gut. Und es war richtig für diese Zeit. In meinem Monatsrückblick auf September schreibe ich über diese besondere und wunderschöne Zeit.

Aber jetzt ist diese Zeit vorbei.
Und als ich nach dem Wochenende in meinen Kalender schaute, sah ich plötzlich, was ich mir in diesem Sommer erschaffen habe:

Zeit. Ganz viel unverplante Zeit. Möglichkeiten. Raum.
Raum, einer Vision Gestalt zu geben.

Was ist das für ein großes Geschenk, das ich mir da gemacht habe?

Die rückläufige Venus und die Frage nach Wert

Aktuell ist die Venus rückläufig.

In der Astrologie ist Venus unter anderem mit unseren Werten verbunden. Mit dem, was wir lieben, was wir schön finden, was wir genießen möchten.
Auch mit Geld. Und mit der Frage, was wir uns selbst wert sind.
Eine rückläufige Venus lädt symbolisch dazu ein, diese Fragen noch einmal neu zu betrachten.

Was das für Liebe, Geld und deine innersten Werte bedeuten kann, habe ich in meinem Artikel zur Venus in Skorpion und Waage ausführlich beschrieben.

Was ist mir wirklich etwas wert? Ich habe an diesem Wochenende eine Antwort gefunden, die mich selbst berührt.

Ich.

Ich bin es mir wert, mich in all meinen Facetten zu erfahren.

Als vernünftige Frau und als verschwenderische. Als Astrologin, als Zauberin und als Unternehmerin. Als jemand, der gerne allein ist, und als jemand, der mit anderen etwas Großes erschaffen möchte.
Als Frau, die sich über ein schönes Hotelzimmer freut. Und als Frau, die davon träumt, auf einer Bühne zu stehen.

Ich muss mich nicht für eine dieser Frauen entscheiden. Sie gehören alle zu mir.

Das ist wohl eine der schönsten Erfahrungen: dass wir aufhören, uns auf eine einzige Version unserer selbst festzulegen. Dass wir neugierig bleiben auf das, was noch in uns steckt. Und dass wir irgendwann nicht mehr fragen, ob wir uns etwas erlauben dürfen.

Sondern nur noch, ob wir Lust darauf haben.

Ein Kreis schließt sich

In den Neunzigerjahren fuhr eine junge Frau Taxi durch Berlin und fragte sich, wie es wohl wäre, in diesem Hotel zu wohnen.
Etwa dreißig Jahre später hat sie dort eingecheckt.

Neunter Stock. Badewanne. Spa. Sky-Bar.

Und ein paar ziemlich große Gedanken über ihr Leben.

Früher hätte ich wohl gesagt: Was für ein Unsinn, so unnötig Geld auszugeben.
Und siehe da: Es war überhaupt nicht unnötig. Es war sehr nötig.

Und jetzt bin ich gespannt, welche weiteren Facetten von mir noch entdeckt werden wollen.

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Ilona Clemens

Astrologin, Autorin & Transformations-Expertin

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wenn du aufhörst, sie nur zu lesen.

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wenn du beginnst, es zu leben.

Ich schreibe über Astrologie, Bewusstsein, Weiblichkeit und die Frage,
wie ein Leben entsteht,
das sich wirklich nach dir anfühlt.

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