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Astrologie & Transformation

Astrologie, Persönlichkeitsentwicklung

Beziehung im Horoskop: Ich mag dich. Oder doch nicht?

Ilona Clemens lächelt verschmitzt hinter einem großen roten Herz, Beitragsbild zum Artikel Beziehung im Horoskop

Seit einigen Jahren lebe ich allein. Bewusst. Nachdem ich meine letzte Beziehung beendet habe, habe ich gespürt, dass ich mir erst einmal selbst begegnen muss. Vollständig. Dass ich lernen möchte, mir selber das zu geben, was ich lange im anderen gesucht habe: Geborgenheit, Anerkennung, Liebe.

Diese Entscheidung liegt über sechs Jahre zurück. Ich kann gut alleine sein. Immer schon. Und nach der letzten Partnerschaft wusste ich: Ich werde jetzt eine ganze Weile Single sein. Und das wird super sein.
Ich habe keinen Moment meines Single-Seins bereut. Ganz im Gegenteil: Mehr und mehr habe ich entdeckt, welche Wünsche ich an eine Partnerschaft wirklich habe. Welche Sexualität meine ist. Was Intimität für mich ist.

Anfang dieses Jahres ist Pluto zum ersten Mal über meinen Mond gegangen. Seitdem wächst der Wunsch nach einer neuen Partnerschaft. Aber nicht mit Druck á la: Wann kommt endlich jemand?
Es ist vielmehr die Neugier, mich nach dieser längeren Zeit als Single in einer Partnerschaft zu erfahren: Wer bin ich denn jetzt in Beziehung?
Ich habe keine Eile. Ich bin ganz sicher, dass es kommt.

Und aus dieser Ruhe heraus möchte ich mit dir auf das Thema schauen, jetzt, wo die Sonne durch die Waage wandert, das Zeichen, das wie kein anderes für Beziehung und Begegnung steht.

Welches Sternzeichen passt zu mir? Die falsche Frage

Ehrlich gesagt mag ich diese Frage überhaupt nicht. Sie wird mir oft gestellt. Da lernt jemand einen Zwilling kennen und ist verunsichert, weil Stier und Zwilling angeblich nicht zusammenpassen. Oder zwei Menschen sind seit zehn Jahren zusammen, und dann kommt die Frage, ob ihre Zeichen überhaupt harmonieren. Meine Güte. Ihr seid seit zehn Jahren zusammen. Offenbar passt da etwas.

Und dann die Horoskope, die versprechen, welche zehn Zeichen dieses Jahr die Liebe finden. Als käme irgendwann ein Märchenprinz vorbei, mit dem richtigen Sternzeichen im Gepäck.

Dein Horoskop kann etwas viel Kostbareres. Es kann dir zeigen, wie du selbst Beziehung lebst. Was dich anzieht, was du willst, wo du dich verlierst und wo du dich nicht verbiegen lässt. Das ist doch der eigentliche Anfang: die Begegnung mit dir selbst, bevor du einem anderen Menschen mit deinen ungelösten Themen begegnest und spätestens nach der Honeymoon-Phase verlangst, dass dieser andere Mensch deine Themen für dich löst.

Beziehung ist so viel mehr als der eine Mensch

Und noch etwas stört mich: Beziehung wird fast immer auf den einen oder die eine verengt. Als würde sie erst beginnen, wenn jemand an meiner Seite ist.

Dabei bin ich ständig in Beziehung. Mit der Verkäuferin im Supermarkt genauso wie mit der Freundin, mit der ich seit hundert Jahren durchs Leben gehe. Mit meinen Eltern, mit meinen Geschwistern, mit den Menschen, mit denen ich arbeite. Beziehung ist alles, was zwischen mir und anderen Menschen geschieht. Auch die Liebesbeziehung gehört dazu, aber sie ist nur ein Teil davon.

Auch astrologisch ist das so.

Der Deszendent und das siebte Haus erzählen nicht nur vom Partner oder der Partnerin, sondern von jedem echten Gegenüber. Die Venus zeigt, wie ich mich überhaupt mit Menschen verbinde. Und der Mars, wie ich für mich einstehe, egal wem ich gerade gegenüberstehe.

In diesem Artikel schaue ich vor allem auf die Liebe, weil sie uns am tiefsten berührt und am meisten durcheinanderbringt. Aber nimm die Fragen gern mit in alle deine Beziehungen. Oft zeigen sich dort dieselben Muster, nur weniger offensichtlich.

Genau da, wo du jetzt bist, geht es los

Mir fällt immer wieder etwas auf, das ich kurios finde. Die, die Single sind, machen sich dafür irgendwie falsch. Als wäre mit ihnen etwas nicht in Ordnung, solange niemand an ihrer Seite ist.
Und die, die in einer Beziehung sind, hinterfragen sie ständig. Ist das der Richtige? Geht da noch mehr? Sollte es sich nicht anders anfühlen?

Beide schauen weg von dem Ort, an dem sie gerade stehen.

Ich wünsche mir, dass wir anders anfangen. Dass wir sagen können: Genau dort, wo ich jetzt bin, ist es richtig. Und von hier aus schaue ich mir alles in Ruhe an. Wo ich bin, ist vorne. Wo ich bin, bin ich richtig.

Das heißt nicht, dass sich nichts verändern darf. Aber Veränderung, die aus dem Gefühl entsteht, falsch zu sein, trägt meistens nicht weit.
Erst annehmen, wo du bist. Dann schauen, was du willst.

Ich bin Single, und ich mache mich dafür nicht falsch. Es war die Zeit, in der ich mir selbst begegnet bin. Und wenn du in einer Beziehung bist, darfst du sie mit genau derselben Ruhe anschauen. Nicht mit der Frage, ob sie gut genug ist, sondern mit der Frage, wer du darin bist.

Zwei Arten, Begegnung zu verfehlen

Nach meinem letzten Newsletter haben sich zwei Frauen bei mir gemeldet. Die eine wollte verstehen, was es mit diesem einen Menschen in ihrem Leben auf sich hat. Die andere wollte wissen, wer sie allein ist, als Waage-Geborene. Zwei ganz verschiedene Fragen, und doch gehören sie zusammen. Die eine schaut zum Du, die andere zum Ich.

Wenn ich mit Frauen über Beziehung spreche, zeigen sich oft zwei Bewegungen, die verhindern, dass wirklich Begegnung geschieht.

Die erste kennen viele: Ich verliere mich. Ich passe mich an, ich verbiege mich dem anderen zuliebe, ich leide und bleibe trotzdem.

Die zweite ist leiser, und sie wird seltener ausgesprochen. Ich treffe dich, aber eigentlich bin ich gar nicht offen für dich. Ich bin nur offen dafür, dass du genau so bist, wie ich dich haben will. Du sollst meine Lücken füllen und mein Bild bestätigen. Wenn ich ehrlich bin, ist das ganz schön schräg.

Zwischen diesen beiden Polen steht eine Frage, die ich dir gern mitgeben möchte: Willst du eine Beziehung? Oder willst du einem anderen Menschen begegnen?

Das ist nicht dasselbe. Und genau hier wird die Astrologie spannend.

Aszendent und Deszendent: Hier bin ich. Dort bist du.

Bevor ich in einem Horoskop auf die Venus schaue, schaue ich auf die Achse, auf der Beziehung überhaupt stattfindet. Der Aszendent (AC) beschreibt, wie du in die Welt kommst, wie du dich als Ich erlebst und zeigst. Genau gegenüber liegt der Deszendent (DC). Er erzählt davon, was dir im anderen begegnet. Was du suchst, was dich anzieht, und auch, was du gern nach außen legst, weil du es bei dir selbst noch nicht siehst.

Beziehung beginnt astrologisch also nicht bei der Romantik, sondern an dieser Linie. Hier bin ich. Dort bist du. Und was geschieht jetzt?

Beide Pole von eben liegen auf dieser Achse. Wenn ich mich verliere, verschwindet mein Aszendent im Deszendenten. Wenn ich den anderen zu meinem Wunschbild mache, benutze ich den Deszendenten als Leinwand für mein eigenes Ich.

Venus: Was zieht mich an?

Die Venus wird oft als der Liebesplanet beschrieben. Das stimmt, und doch ist es mir zu weich. Venus erzählt von Anziehung, von Geschmack, von Wert und Genuss. Was empfinde ich als schön? Was macht eine Begegnung für mich wertvoll? Wie stelle ich Verbindung her? Und auch: Was möchte ich empfangen?

Venus herrscht über die Waage. Sie weiß, wie man sich einem anderen Menschen zuwendet. Aber allein trägt sie keine Beziehung.

Mars: Was will ich?

Denn Beziehung braucht auch den Mars. Er steht für Begehren, Initiative, Durchsetzung und Sexualität. Und für Ärger, Konflikt und Grenzen. Mit dem Mars wird die Frage plötzlich unbequemer: Kann ich in einer Beziehung wollen? Kann ich Nein sagen und trotzdem verbunden bleiben? Kann ich meine Richtung behalten, wenn da jemand ist, den ich liebe?

Hier habe ich selbst eine Geschichte. In zwei, drei sehr wichtigen Beziehungen meines Lebens hat sich dasselbe Muster gezeigt: Mein Mars stand in Verbindung mit dem Saturn des Mannes, den ich liebte. Und jedes Mal hatte ich das Gefühl, nicht richtig ich selbst sein zu können. Als würde meine Ausdruckskraft ausgebremst. Das hat viel mit mir zu tun, mit einem Thema, das tiefer liegt. Aber es hat mich berührt, wie deutlich es sich im Horoskop gezeigt hat, immer wieder an derselben Stelle.

Mars herrscht über den Widder, Venus über die Waage, und diese beiden Zeichen liegen sich im Tierkreis gegenüber, genau wie Aszendent und Deszendent. Ich und Du. Beziehung lebt von beiden.

Lilith: Aber nicht um jeden Preis

Und dann ist da noch Lilith, der Schwarze Mond. Sie ist kein Beziehungsplanet. Sie ist eher die, die das schöne Arrangement stört. Lilith zeigt, was sich nicht zähmen lässt. Wo ich lieber riskiere, nicht gewählt zu werden, als mich selbst zu verraten. Sie berührt Sexualität, Autonomie, Scham, Tabu, Macht und das Gefühl, ausgeschlossen zu sein.

Und sie zeigt noch etwas: Was fasziniert mich an Menschen, die etwas verkörpern, das ich mir selbst nicht erlaube?
In diesem Artikel erfährst du mehr zu dieser einst so mächtigen Göttin.

Damit hast du eine erste Landkarte:

  • AC/DC: Ich und Du.
  • Venus: Ich mag dich.
  • Mars: Ich will.
  • Lilith: Aber nicht um jeden Preis.

Wenn du beim Lesen neugierig geworden bist, wie das in deinem Horoskop aussieht: Lass uns gemeinsam draufschauen. Wo stehen deine Venus, dein Mars, deine Lilith? Und was erzählt deine Achse von Ich und Du?
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Schon ein einziges Horoskop erzählt also sehr viel darüber, wie du Beziehung lebst. Und dann taucht ein konkreter Mensch auf.

Was zur Hölle ist das mit diesem einen Menschen?

Wir kennen sie alle, diese Verbindungen, die uns plötzlich aus allem herausholen, was wir bisher kannten. So etwas habe ich noch nie erlebt, denkst du. So tief habe ich noch nie gefühlt. Und trotzdem sind es oft keine leichten Verbindungen. Einer von beiden lässt sich nicht wirklich ein, und der andere kommt nicht los.

Wenn es Menschen so erwischt, dass sie fassungslos sind und sich selbst kaum wiedererkennen, ist nach meiner Erfahrung meistens Pluto im Spiel.
Dann bekommt eine Beziehung fast etwas Besessenes. Ich kenne das auch von mir, aus der Zeit eines Pluto-Transits.

Solche Verbindungen schaue ich mir in einer Synastrie an. Dabei lege ich zwei Geburtshoroskope nebeneinander und untersuche, wie die Planeten und Achsen des einen auf die des anderen treffen. Denn zwei Menschen bringen nicht einfach zwei Horoskope mit. Sie aktivieren etwas ineinander. Die Frage ist dann nicht nur: Passt das? Sondern: Warum fühlt sich dieser Mensch sofort vertraut an? Warum ist die Spannung so stark? Warum geraten wir immer wieder an derselben Stelle aneinander? Was berührt er in mir, das sonst kaum jemand erreicht?

Venus, Mars, Lilith und die Achse von Aszendent und Deszendent sind dabei ein schöner Einstieg, aber keine vollständige Beziehungsanalyse. Mond, Merkur, Saturn, Pluto, die Häuser und die Aspekte erzählen weiter.

Gibt es in deinem Leben gerade so einen Menschen? Dann können wir eure beiden Horoskope in einer Synastrie nebeneinanderlegen und schauen, was zwischen euch geschieht.
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Du musst nicht leiden

Ich bin selbst einmal aus so einer Verbindung gegangen. Ich habe mir buchstäblich das Herz herausgerissen, weil ich gemerkt habe: Diese Beziehung tut mir nicht gut.

Viele Frauen kommen mit einem Satz zu mir, der sie festhält. Das ist mein Seelenpartner. So jemanden finde ich nie wieder.
Ich verstehe das. Wenn zwei Menschen sich miteinander gut entwickeln, ist das etwas Wunderbares. Aber wenn du leidest, geht es um etwas anderes.
Und auch, wenn du merkst, dass du dich dem anderen zuliebe verbiegst.

Oft schreiben wir dem anderen Eigenschaften zu, die wir uns selbst nicht zugestehen. Dann ist er großartig, dann ist er super trooper, dann ist er der Seelenmensch. Und die Frage, die dabei verloren geht, ist: Wer bist du?

Du musst nicht leiden. Darum geht es nicht. Es ist wichtig, an den Punkt zu kommen, an dem du spürst: Das tut mir nicht gut. Ich gehe.

Es ist meine tiefste Überzeugung – in der Partnerschaft wie in allen anderen Lebensbereichen: Du bist nicht hier, um zu leiden. Du bist hier, um das schönste, glücklichste, wunderbarste Leben zu leben.

Waage heißt Begegnung

Die Waage wird gern mit Harmonie verwechselt, mit Frieden um jeden Preis. Ich glaube, sie meint etwas anderes. Begegnung. Du sollst weder im anderen verschwinden noch unberührbar du selbst bleiben. Du begegnest einem Menschen. Er verändert etwas in dir. Du veränderst etwas in ihm. Und trotzdem bleibt ihr zwei.

Das gilt für den Menschen, den du liebst. Und es gilt für die Frau an der Kasse, für deine älteste Freundin, für deine Eltern. Jede Begegnung fragt dich ein bisschen: Wer bist du, wenn da jemand anderes ist?

Ich bin gespannt, wem ich begegne. Ohne Eile. Und ich wünsche dir, dass du auch so auf dieses Thema schauen kannst: ruhig, neugierig und ganz bei dir.

Wenn du tiefer schauen möchtest

Wenn du dein eigenes Beziehungsgeschehen astrologisch verstehen möchtest, schaue ich mit dir auf dein Horoskop. Und wenn es einen konkreten Menschen gibt, bei dem du dich fragst, was eigentlich zwischen euch geschieht, betrachten wir beide Horoskope gemeinsam in einer Synastrie.

Hier kann ich dir weiterhelfen: Buche dein kostenfreies Erstgespräch.

Und wenn dich weitere Aspekte des Waage-Zeichens interessieren, empfehle ich dir meinen Artikel „Waage – mit Eleganz und Stil zum Erfolg“

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PS: Ich arbeite bewusst mit KI als Reflexionsraum. Inhalt, Haltung und Worte bleiben meine.

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Ilona Clemens

Astrologin, Autorin & Transformations-Expertin

Astrologie wird richtig interessant,
wenn du aufhörst, sie nur zu lesen.

Dein Horoskop wird lebendig,
wenn du beginnst, es zu leben.

Ich schreibe über Astrologie, Bewusstsein, Weiblichkeit und die Frage,
wie ein Leben entsteht,
das sich wirklich nach dir anfühlt.

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