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Astrologie & Transformation

Astrologie, Persönlichkeitsentwicklung

Kapitulieren statt kämpfen: was ich dir empfehle, wenn gerade nichts mehr geht

Ilona Clemens geht am stürmischen Meer entlang, Symbolbild für Kapitulation und Grenzland im Business

Darf man kapitulieren statt zu kämpfen?
Das ist nicht nur für Unternehmerinnen eine Frage, der nachzugehen sich wirklich lohnt. Wie bin ich auf diese Frage gekommen?

Im Juni kam mein Business gefühlt zum kompletten Stillstand. Es kam einfach nichts mehr rein. Kein Auftrag, keine Anfrage, gähnende Stille.
Einen so andauernden Stillstand habe ich in den fast neun Jahren meiner Selbständigkeit noch nicht erlebt. Wie bin ich damit umgegangen?
Zunächst mal habe ich einfach weitergemacht mit meinen Aufgaben und mit meinen Routinen. Business as usual.

Es hat nicht funktioniert.

Gegen Ende des Monats kam ein Gefühl hoch, das ich lange nicht zugeben wollte. Der Wunsch zu kapitulieren. Aufzuhören damit, dies zu versuchen oder das zu versuchen, um aus dem Stillstand wieder in den Fluss zu kommen. Zuzulassen, dass es möglich ist, dass mein Business in der Form, die es bis dahin hatte, vorbei ist.

Der Reflex, den alle predigen, ist: Durchhalten. Um jeden Preis. Immer weiter. Du weißt schon: Hinfallen, Krone richten, Aufstehen.
In mehr spirituell ausgerichteten Kreisen ist es gerne auch ein Satz wie: Das Universum prüft mich.
Durchhalten. Dranbleiben. Niemals aufgeben. Ich finde, das sind oberflächliche Reflexe auf der Ebene von Kalendersprüchen.

Es ist ein bisschen wie bei einer schweren Diagnose, wenn alle nur sagen „du schaffst das schon“, während die Person eigentlich versucht zu sagen, dass ihre Kräfte gerade schwinden. Niemand hört richtig hin.

Dranbleiben, sich durchbeißen: das hat für mich etwas von Verengung. Als würde man mit der Brechstange an einer Tür rütteln, die sich einfach nicht öffnen will.
Ich war im Juni das beste Beispiel dafür. Egal was ich versuchte, es kam nichts dabei heraus, solange ich es auf die altbekannte Art versuchte.

Und so landete ich bei einer Binsenweisheit: Offenbar geht es gerade darum, mehr zu sein statt mehr zu tun.

Offenbar geht es auch darum, eine bestimmte Vorstellung von mir als erfolgreicher Unternehmerin mit ständig wachsendem Business loszulassen. Nicht, weil ich nicht genau das sein will, sondern weil das offenbar gerade eine zu enge Definition davon ist, was mich ausmacht.

Was, wenn mein Business gar nichts leisten muss?

Ich bin seit 2017 selbstständig. Und ganz ehrlich, mein Business musste bisher immer alles für mich leisten. Es musste mich von Anfang an ernähren. Dann musste es wachsen. Dann musste es mich bestätigen darin, dass ich etwas gut kann und gut mache.

Im Juni kam plötzlich dieses Gefühl hoch: Wie anstrengend, wenn gefühlt meine gesamte Identität davon abhängt, dass mein Business nicht nur läuft, sondern auch wächst. Es war, als würde mein Business sagen: Ich brauche mal eine Pause. Ich möchte mich neu sammeln. Ich möchte neu werden.

Daraus wurde eine Frage, die alles gedreht hat. Was, wenn mein Business für mich überhaupt nichts leisten muss? Was, wenn ich einfach mal schaue, worauf ich gerade, in genau diesem Zustand, so wie er ist, wirklich Lust habe? Was, wenn ich heute mein Business in Ruhe lasse und morgen und übermorgen vielleicht auch noch?

Das war der eigentliche Twist. Und die Antworten kamen fast von allein. Ich will Spanisch lernen. Ich will mit meiner Kamera stundenlang durch die Stadt streifen und fotografieren, einfach weil ich das liebe. Ich will an meinem neuen Buch weiterschreiben. Aber auch schreiben ohne Sinn und Zweck.

Die eigentliche Frage dahinter: Was macht mich denn noch alles aus, außer der Rolle, an der ich mich gerade festhalte?
Genau diese Frage begleite ich in meinem Mentoring mit Frauen: nicht zurück in die alte Rolle, sondern raus aus der Enge.

Pluto als planetarische Einladung zur Kapitulation

Kapitulation ist Hingabe, nicht Niederlage. In Kapitulation steckt Akzeptanz.
Für mich bedeutet kapitulieren: aufhören zu kämpfen. Dahin gehen, wo es gerade fließt. Das hat etwas von Hingabe. Von Yin statt Yang.

Astrologisch gesprochen läuft bei mir gerade Pluto im Transit über meinen Mond. Der Mond steht für die Gefühlswelt, für die Muster, die wir uns als Kinder angewöhnt haben, ohne sie je infrage zu stellen. Wenn Pluto darüberzieht, kommen genau diese frühesten Muster an die Oberfläche. Nicht um uns zu bestrafen, sondern damit wir sie endlich erkennen und wandeln können. Ich habe an anderer Stelle ausführlicher über diesen Transit geschrieben, falls du tiefer einsteigen willst.
Bei mir läuft dieser Prozess aktuell auf einen zweiten Höhepunkt zu.

Und Pluto zeigt sich nicht nur, wenn etwas zusammenbricht.
Er zeigt sich genauso, wenn wir ein neues Ziel haben. Wenn du wachsen willst, eine neue Stufe erreichen willst, wirst du fast automatisch verbissen.
Du klammerst dich ans Ziel, hältst es fest, willst unbedingt dahin. Genau das ist Pluto. Der Prozess verlangt uns immer wieder ab, diese fixe Vorstellung loszulassen und stattdessen zu schauen: Wo ist gerade die Lebendigkeit? Wo fließt es gerade? Nicht das Ziel loslassen, sondern den Griff darum.

Das Horoskop als Kraftquelle

Mich fasziniert es immer wieder neu, was für eine Kraftquelle das eigene Horoskop ist.
Im Blick auf die uralten Symbole erkenne ich mich als Teil von etwas Größerem. Das ist eine Art von Sicherheit und Gewissheit,
die ich sonst nirgendwo finde.
Wenn du selbst mal reinschauen willst, was gerade in deinem Horoskop passiert: dafür gibt es meine Einstiegssession.

Was seitdem passiert ist

Ich sitze nicht mehr mittendrin. Die Kapitulation war Gold wert.

Der Spanischkurs läuft jetzt wirklich. Übrigens: Zwischen der Idee und der Anmeldung an der Volkshochschule lagen keine zwei Stunden. Der Kurs war wohl reif.

Ich habe mir außerdem einen Lebenslauf geschrieben. Nicht für eine Bewerbung, sondern für mich. Der hat mich regelrecht umgehauen. Da zeigte sich ein roter Faden, den ich vorher nie so klar gesehen hatte: ich liebe es, verschiedene Dinge zu tun. Nicht für immer, sondern für eine Weile, um ganz unterschiedliche Fähigkeiten einzubringen. Und in jeder dieser Phasen ging es immer um dasselbe. Genau jetzt lebendig zu sein. Mich zu lösen aus den Geschichten, die gerade in meinem Kopf sind, auch aus der Geschichte, dass es angeblich gerade schlecht läuft.

Und mein Business entwickelt sich seitdem spürbar weiter. Es haben sich Türen geöffnet, an die ich vorher gar nicht gedacht hatte. Eine davon ist ein mehrwöchiges Projekt, das vielleicht eine ganz neue Einnahmequelle wird. Und etwas, das mir schon länger unter der Haut lag, wird gerade immer deutlicher: mit meinem astrologischen Mentoring begleite ich Frauen auf dem Weg, radikal sie selbst zu sein und jede zu enge Vorstellung zu sprengen, die Wachstum und Lebendigkeit verhindern.

Grenzland ist kein Ausnahmezustand

Ich will hier etwas geraderücken, bevor es sich falsch festsetzt. Es klingt jetzt vielleicht so, als bräuchte es erst eine Krise, um ins Grenzland zwischen altem und neuem Sein zu geraten. Eine Trennung. Eine Diagnose. Einen Auftragseinbruch wie meinen im Juni.

Das stimmt nur zur Hälfte.

Genauso gut kannst du im Grenzland stehen, weil du im Lotto gewonnen hast und plötzlich denkst: wer bin ich eigentlich, wenn ich gar nicht mehr arbeiten muss? Oder weil du die Unternehmerin bist, die sagt, ich will es jetzt wirklich wissen, ich will von zehntausend im Monat auf hunderttausend, und die sich fragt, wie sie das anstellen soll, ohne sich dabei komplett zu verlieren. Auch das ist Grenzland.

Mein eigenes bisher größtes Grenzland war eine Brustkrebsdiagnose 2019. Darüber ist mein Buch entstanden, Kraniche im Grenzland. Ich kenne dieses Land also nicht nur von außen. Nicht von ungefähr lautet der Untertitel: Eine Liebeserklärung an das Leben. Ich bin der Beweis dafür, dass auch mitten in einer Krise das Leben lebendig und wunderschön sein kann, wenn ich mich dafür öffne.

Im Grunde sind wir alle permanent im Grenzland, sobald wir wachsen wollen. Oder sobald wir die Person sein wollen, die wir eigentlich längst sind, nur eben noch nicht ganz leben.

Drei Tipps für die Reise im Grenzland

Falls du gerade selbst an so einem Punkt stehst, aus welchem Anlass auch immer:

  1. Frag dich: was wäre das Abseitigste, was ich gerade tun könnte? Nicht das Naheliegendste. Nicht das, was auf deiner To-do-Liste steht. Das Abseitigste. Bei mir war es ein Spanischkurs, eine Kamera, stundenlanges Streifen durch die Stadt. Bei dir ist es vielleicht etwas ganz anderes.
    Die Frage ist: Womit kannst du aus der Verengung auf das vermeintliche Problem heraustreten?
  2. Schreib auf, wer du bist, nicht wer du sein solltest. Ein Lebenslauf, ein Brief an dich selbst, irgendetwas, das dich zwingt, dich selbst noch einmal ganz neu anzuschauen. Ohne die Rolle, die gerade wackelt. Achte auf den roten Faden. Er ist meistens schon lange da.
  3. Bleib eine Weile im Grenzland, statt es schnell hinter dich zu bringen. Zwischen dem alten Selbstbild und dem neuen Sein liegt eine Zwischenzone. Die meisten von uns wollen da so schnell wie möglich durch. Ich lade dich ein, es andersherum zu versuchen. Dieses Grenzland darf man genießen. Man muss es nicht überstehen.

Wer bin ich ohne das alte Bild von mir

Das war die Frage, die im Juni alles ausgelöst hat. Ich habe keine fertige Antwort darauf. Aber die Frage selbst ist bereits der Anfang von etwas Lebendigem ist.

Vielleicht bist du gerade an so einem Übergang, aus welchem Grund auch immer, einer Krise, einem Gewinn, einem Ziel, das größer ist als das, was du bisher warst. Du musst da nicht allein durch. Ich kenne dieses Gelände. Ich gehe es immer wieder selbst.

Ich sprenge immer wieder jede Vorstellung davon, wer ich sein darf.
Und liebe es, dich zu begleiten, auch deine Grenzen zu sprengen.

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PS: Ich arbeite bewusst mit KI als Reflexionsraum. Inhalt, Haltung und Worte bleiben meine.

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Ilona Clemens

Astrologin, Autorin & Transformations-Expertin

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wenn du beginnst, es zu leben.

Ich schreibe über Astrologie, Bewusstsein, Weiblichkeit und die Frage,
wie ein Leben entsteht,
das sich wirklich nach dir anfühlt.

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