Vor einigen Tagen habe ich mir einen ungewöhnlichen Abend geschenkt.
Ich habe ein Tonstudio gemietet.
Einen schallgedämmten Raum, in dem ich so laut sein durfte, wie ich wollte. Schreien. Fluchen. Toben. Geräusche machen, die vermutlich niemand als „schön“ bezeichnen würde.
Ich war neugierig.
Neugierig darauf, was passiert, wenn ich mich einmal nicht zurückhalte.
Ich bin eine sehr lebendige Frau, und ich spüre schon lange, dass da Gefühle in mir sind, die ich so gerne mal rausschreien will. Nur wusste ich bisher nicht, in welchem Rahmen und wo.
Was folgte, hat mich tiefer berührt, als ich erwartet hatte.
Denn dieser Abend hatte weit mehr mit Mond und Weiblichkeit zu tun, als es zunächst den Anschein hatte.
Je länger ich mich mit dem Mond beschäftige, desto deutlicher wird mir: Der Mond im Horoskop erzählt nicht nur von Gefühlen, Bedürfnissen und emotionaler Sicherheit. Er erzählt auch davon, wie lebendig wir uns erlauben zu sein. Davon, was wir empfangen können. Und davon, was wir vielleicht so lange zurückgehalten haben, dass wir es kaum noch wahrnehmen.
Nach wie vor läuft Pluto über meinen Mond. Und wenn Pluto im Spiel ist, geht es immer auch darum, dass etwas Altes stirbt, um etwas Neuem Platz zu machen. Die Frage: „Was muss sterben?“ ist immer lohnenswert im Zusammenhang mit Pluto.
Aber noch viel spannender scheint mir inzwischen eine andere Frage:
Was will jetzt leben?
Dies ist der dritte Teil meiner Reihe über den Mond und Weiblichkeit.
In Teil 1 schreibe ich darüber, warum wir manchmal bleiben, obwohl längst mehr Leben möglich wäre.
In Teil 2 geht es um das Empfangen als weibliches Mondprinzip.
Inhaltsverzeichnis
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Ich gebe zu: Als der Termin im Tonstudio konkret da war, war ich ziemlich aufgeregt. Und natürlich fand ich mein Vorhaben dann wieder „gar nicht so wichtig.“
Glücklicherweise weiß ich mittlerweile genug darüber, mit welch pfiffigen Methoden das Nervensystem versucht, alles beim Alten (und damit sicher) zu halten. Und deshalb habe ich mich nicht entkommen lassen.
Als ich den Raum betrat, fiel mein Blick auf einen riesigen Wandbehang.
Darauf: Die Tarotkarte „Der Mond“.
Wie genial ist DAS DENN!
Seit Wochen schreibe ich über den Mond.
Ich ziehe die Karte „Der Mond“.
Ich denke über Weiblichkeit nach.
Und nun hing sie ausgerechnet dort, an dem Ort, an dem ich einem tieferen Teil von mir Ausdruck verleihen wollte.
Der Mond und der lebendige Ausdruck der Seele
Ansonsten aber hatte ich keinen Plan.
Ich hatte keine Übung vorbereitet. Kein Ziel. Keine Methode. Wenn ich etwas rauslasse, okay. Und wenn nicht, dann nicht.
Und so begann ich. Zögerlich zunächst. Ein paar Worte. Ein paar Laute. Ein bisschen Lautstärke.
Und dann geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.
Nach kurzer Zeit kamen Geräusche aus mir heraus, die ich kaum beschreiben kann. Sie waren roh. Archaisch. Wild.
Töne.
Nicht schön.
Nicht kontrolliert.
Nicht gesellschaftsfähig.
Unglaublich lebendig.
Ich hatte nicht das Gefühl, etwas zu erschaffen. Vielmehr hatte ich das Gefühl, etwas freizulassen.
Und zwar etwas, das längst da war. Etwas, das bisher keinen Ausdruck gefunden hatte. Etwas, das darauf gewartet hatte, gehört zu werden.
Später fragte ich mich, warum mich diese Erfahrung so tief berührt hatte.
Die Antwort führte mich direkt zurück zum Mond.
Denn der Mond steht nicht nur für unsere Gefühle. Er steht auch für unsere Instinkte. Für unsere Bedürfnisse. Für die Teile von uns, die existieren, bevor wir lernen, wie man sich benimmt, anpasst und funktioniert.
Der Mond erinnert uns an etwas: Weiblichkeit ist nicht angepasst, brav und nett.
Keine Lebendigkeit ohne Pluto
Als ich da so stand und ganz fasziniert erlebte, welche abgefahrenen Geräusche aus mir herauskommen, wurde mir plötzlich etwas bewusst:
Seit Monaten läuft Pluto über meinen Mond. Natürlich wollen jetzt Gefühle und Töne zum Ausdruck kommen, die ich bisher nicht zulassen konnte oder wollte.
Pluto ist Transformation.
Loslassen.
Pluto über den Mond, das sind tiefe emotionale Prozesse.
Aber etwas verstehen und etwas wirklich erleben, sind zwei verschiedene Dinge.
Ich habe Pluto über Mond im Tonstudio körperlich erlebt.
Und plötzlich bekam meine Frage eine Antwort.
Was bisher nicht leben durfte? Eine laute Frau. Eine Frau mit Stimmgewalt. Eine Frau, die nicht nett sein muss. Eine Frau, die nicht länger darauf wartet, die Erlaubnis anderer zu bekommen.
Weiblichkeit, die mir gefällt
Ich freue mich unsagbar über die Frau, die ich tiefer und tiefer wiederfinde:
Die Frau mit kräftiger, voller Stimme. Die Frau, die flucht. Oh, ich liebe Kraftausdrücke! Die Frau, die nicht allen gefallen muss. Die Frau, die sich nicht kleiner macht, damit andere sich wohler fühlen.
Die Frau, die Lust hat, alles zu leben: Nicht nur die vernünftigen Teile. Nicht nur die „spirituellen Teile“. Nicht nur die gesellschaftsfähigen Teile.
Sondern die ganze fette Torte.
Schicht für Schicht lege ich frei, was längst da ist.
Und was hat meine Erfahrung mit dir zu tun?
Am Ende der Erfahrung im Tonstudio habe ich mich gefühlt wie durchgeputzt. Das fand ich wirklich erstaunlich. Es ist freier Raum entstanden, wo vorher verdichtete Energie gewesen ist.
Mein Fazit des Abends ist allerdings nicht, dass jede Frau ein Tonstudio mieten muss.
Darum geht es gar nicht. Es geht auch nicht darum, möglichst laut zu sein.
Es geht darum, lebendig zu sein.
Ich glaube, dass du weißt oder ahnst, wo du dich zurückhältst. Oder dich zu klein machst. Wo du dich anpasst. Wo du nur funktionierst. Wo du längst etwas anderes leben möchtest.
Die Frage ist: Bist du bereit, dieser Spur zu folgen?
Lebendigkeit ist nicht immer bequem. Sie fordert Entscheidungen. Veränderung. Mut.
In meinen Mentorings begleite ich genau solche Prozesse.
Und manchmal führt uns das an unerwartete Orte.
Die erste Kundin werde ich demnächst mit ins Tonstudio nehmen.
Nicht weil Lautstärke das Ziel wäre.
Sondern weil wir manchmal Räume brauchen, in denen das endlich auftauchen darf, was so lange keinen Platz hatte.
Vielleicht – wahrscheinlich sogar – geht es in deinem Leben gerade gar nicht um ein Tonstudio.
Vielleicht geht es um eine Beziehung. Eine Entscheidung. Deine Sichtbarkeit. Deine Stimme.
Oder um den Wunsch, endlich mehr von dem zu leben, was längst in dir angelegt ist.
Genau dort beginnt meine Arbeit.
Ich begleite Frauen, die spüren, dass da mehr Leben auf sie wartet.
Frauen, die nicht nur verstehen wollen, wer sie sind, sondern bereit sind, sich ganz zu leben.
Ich mache Astrologie für lebendiges Sein.
Wenn dich die Verbindung von Pluto und Lebendigkeit interessiert, findest du hier zwei weitere Artikel:
Dieser Artikel ist der erste, in dem ich über meine Erfahrung mit Pluto über den Mond schreibe.
Und hier geht es umfassend um Pluto im Transit.
Du kannst dein Horoskop lesen.
Oder du kannst beginnen, es zu leben.
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PS: Ich arbeite bewusst mit KI als Reflexionsraum. Inhalt, Haltung und Worte bleiben meine.




